Eiche

Im deutschsprachigen Raum werden die Laubhölzer Stieleiche und Traubeneiche zusammengefasst. Da sich die Eigenschaften der Laubhölzer Stiel- und Traubeneiche sehr ähneln, wird von ihnen zusammengefasst als Eichenholz gesprochen. In Europa gehört die Eiche aufgrund ihrer Eigenschaften zu den wichtigsten Baumarten. Im Holz der Eiche befindet sich mittig ein graubräunliches Kernholz, das durch die eingelagerte Gerbsäure für den typischen sauer-würzigen Eigengeruch der Eiche sorgt und gleichzeitig zur Verrottungsbeständigkeit, die bei Eichen hoch ausgebildet ist, beiträgt. Eichen wachsen zu Beginn sehr schnell und können eine Größe von 20 bis 40 Metern erreichen.

Eigenschaften der Eiche

Bei der Eiche unterscheiden sich Splint- und Kernholz. Während der Splint eine grauweiße Farbe hat, ist das Kernholz gelbbraun bis mittelbraun und dunkelt stark nach. Wegen seiner großen Poren sind die Frühholzzonen der Eiche gut erkennbar. Im Längsschnitt bilden sich außerdem große Gefäße als Rillen ab. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Eiche gehören:
  • seine Schwere und Härte
  • Elastizität
  • sein dauerhaftes Kernholz, das selbst unter Wasser beinahe unbegrenzt hält
  • gute Bearbeitbarkeit mit allen Werkzeugen
  • gute Spaltbarkeit
  • einfache Herstellung von Furnieren
  • gutes Halten von Nägeln und Schrauben
  • einfache Oberflächenbehandlung

Bei der Bearbeitung von Eichenholz muss bedacht werden, dass sich aufgrund der Gerbsäure Eisenteile verfärben können.
Eichenholz findet Verwendung in der Konstruktion, dem Möbelbau und Innenausstattung, für Fässer und Bottiche, Fußböden und Parkett sowie im Wasser- und Brückenbau.

Eiche: Lagerung

Besonders Eichenholz neigt bei einer Stapelung im Freien schnell zu Verfärbungen, da die Gerbstoffe im Holz durch den Regen teilweise ausgelaugt werden. Um stärkere Verfärbungen und starke Rissbildung zu vermeiden, wird Eichenholz unter Abdeckung und eingeschränkter Luftzuführung gestapelt.